Das Ostpreußenkleid

Eine original ostpreußische Tracht hat es nie gegeben. Erst zwischen den beiden Weltkriegen entstand unter Federführung der Webschule Lyck aus den einzelnen Elementen der verschiedenen überlieferten Trachten das Ostpreußische Trachtenkleid. Es wurde damals zurechtgeschneidert, um die Differenzen zwischen kurländischem, ermländischem und masurischem Brauchtum einzuebnen.

Ostreussische Tracht

Die Frauentracht

Das Mieder:
Handgewebter Stoff, vorwiegend in Rauten- oder Kränzchenmuster. Alle klaren Farben können verwendet werden, vom hellen bis zum dunklen blau, rot oder grün. Hals- und Armausschnitte in Kontrastfarbe paspeln. Eng mit kleinen Silber- oder Perlmuttknöpfen schließen. Das Mieder kann hochgeschlossen oder mit rundem Ausschnitt gearbeitet werden.

Der Rock:
Leinenbindiger Handwebstoff in der Farbe des Mieders. Saumfutter mit schmalem Vorstoß nach rechts in der Farbe der Miederpaspeln, Stehfalten.

Die Bluse:
Weiß, Verzierung der Bündchen auch mit Plattstickerei oder Durchbruch.

Die Strümpfe:
Weiße Kniestrümpfe.

Die Schürze:
Weißgrundig, schmal längsgestreift (Webstreifen), passend zum Miederrock.

Die Männertracht zum Ostpreußenkleid

Die Weste:
Einfarbiger Handwebstoff in den Farben blau, rot oder grün. Flache, dunkle Silberknöpfe.

Die Hose
Lange, dunkle Hose oder Kniebundhose.

Das Hemd
Weißes Trachtenhemd und dazu ein Webband um den Hals gebunden.

Die Strümpfe
Weiße Kniestrümpfe.

 

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